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Eingewöhnungskonzept

als Word-Dokument

Vorwort 

„Und jedem Anfang
wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt
und der uns hilft, zu leben.“
(H. Hesse)

Liebe Familie,

die Gestaltung einer behutsamen Übergangszeit von der Familie in den Kindergarten, gemeinsam mit Eltern und Kindern, gehört zu den wichtigsten Bausteinen der Kindergartenarbeit. Sie ist das A und O für eine qualitätsvolle Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern. Eine sich daran anschließende kindgerechte Pädagogik, die sich an Emmi Pikler orientiert, bildet die Grundlage unseres U3 Konzeptes.

Der Name Emmi Pikler (Kinderärztin 1902-1984) steht für eine achtsame Haltung dem Kind gegenüber, vom ersten Lebenstag an. Der pädagogische Ansatz nach Emmi Pikler gilt der selbständigen Aktivität im Kleinkindalter, der aktiven und ungestörten Bewegungsentwicklung, dem eigenständigen Spiel, der Verbindung zwischen Bewegungs-und Spieltätigkeit, sowie der Aufmerksamkeitsfähigkeit, als Grundlage des kognitiven Lernens.

Jedes Kind hat sein eigenes Zeitmaß für die Entwicklung, seine Autonomie, seine Individualität. Geborgen in sicheren, stabilen Beziehungen lernen Kinder, sich aus eigener Initiative, gemäß ihren Interessen, zu bewegen und zu spielen. Kommunikation und Sozialverhalten entstehen im Dialog mit Erwachsenen. Sie können die kindlichen Signale verstehen und sinnvoll darauf reagieren. Damit selbständiges Lernen möglich wird, gestalten wir Erzieherinnen eine Umgebung, die den momentanen Bedürfnissen und Bestrebungen des Kindes entspricht.

Wir freuen uns auf eine erlebnisreiche Zeit und heißen Sie als Familie bei uns in der Einrichtung HERZLICH WILLKOMMEN!

 

Ihr Kindergartenteam

 

 

Grundlagen für eine qualitative U 3 Betreuung

 

 

Beständiger/ Strukturierter Tagesablauf

 

 

 

 

 

 

 

 

Beziehungsvolle Pflege

 

 

 

 

Erzieherin in direktem Kontakt zum Kind

1:1 Situation

 

 

 

 

 

 

 

Freie Bewegungsentfaltung

 

 

 

 

Erzieherin in indirektem Kontakt zum Kind

 

Aufgabe der Erzieherin:

·         Vorbereitete Umgebung

·         Beobachtung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freispiel

 

SELBSSTÄNDIGES SPIELEN DER KINDER

 

 

Erzieherin in indirektem Kontakt zum Kind

 

Aufgabe der Erzieherin:

·         Vorbereitete Umgebung

·         Beobachtung

 

 

Respektvolle Beziehung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Respektvolle Beziehung

 

Die Basis für die Entwicklung des Kindes bildet die respektvolle Beziehung zwischen dem Kind und der Bezugsperson. Eine gute Beziehung entsteht durch grundlegendes Vertrauen und Wertschätzung. Es ist wichtig für ein Kind jemand um sich zu haben, der sich in das Kind einfühlen kann, er versucht zu verstehen was es braucht und für das Kind „DA“ ist.

 

 

Rolle des Kindes:

 

Das Kind sollte positiv auf den neuen Lebensabschnitt eingestimmt sein und seine unterschiedlichen Gefühle offen zulassen können.

 

 

Aufgabe des Erziehers

 

Aufgabe der Bezugserzieherin ist es dem Kind als authentische Bezugsperson zur Verfügung zu stehen. Dem Kind eine vorbereitete Umgebung anbieten, das Kind unterstützen und vor Störungen beschützen. Ebenso die individuellen Bedürfnisse des Kindes wahrnehmen und deuten. Rituale die dem Kind Sicherheit vermitteln festlegen.

Aufgabe der Bezugserzieherin ist es zu den Eltern einen offenen, vertrauensvollen Kontakt und einen intensiven Informationsaustausch aufzubauen

 

 

Raumgestaltung:

 

Eine ansprechende, vorbereitete Umgebung zu Verfügung stellen, die das Kind zur Eigentätigkeit anregt.

 

 

Pädagogisches Angebot:

 

Individuelle Eingewöhnungszeit von 1-2 Wochen.

 

 

Aufgabe der Eltern:

 

Aufgabe der Eltern ist es zu der Bezugserzieherin einen offenen, vertrauensvollen Kontakt und einen intensiven Informationsaustausch aufzubauen. Die Eingewöhnung als wertvolle und wichtige Lebensphase des Kindes nutzen und die eigenen Erwartungen mit der Einrichtung abstimmen. Somit kann eine Atmosphäre geschaffen werden, in der sich alle wohlfühlen können.

 

 

 

Beziehungsvolle Pflege

 

Eine beziehungsvolle Pflege bietet dem Kind eine Fülle sozialer Erfahrungen. Durch den respektvollen und individuellen Umgang, die gegenseitige Kommunikation und die Einladung zur aktiven Kooperation vertiefen die Beziehung zwischen Kind und Bezugserzieherin. Die volle Aufmerksamkeit die dabei dem Kind entgegengebracht wird führt zur Zufriedenheit und macht eine gute Beziehungsqualität aus.

 

Rolle des Kindes:

 

Das Kind hat die Möglichkeit, sich aktiv während der Pflegearbeit zu beteiligen und zu kooperieren, indem es soweit wie möglich selbständig Aufgaben übernimmt. Seine sprachlichen Kompetenzen zu vertiefen und zu erweitern  und somit zu wachsen und zu reife.

 

 

Aufgabe des Erziehers

 

Die Erzieherin stellt ausreichend Zeit für die Pflege zur Verfügung. Sie motiviert zur Selbständigkeit und gibt dabei individuelle Impulse für das Kind. Sie schafft dabei eine Atmosphäre, in der sich das Kind entspannt und aufgehoben fühlt. Da die Erzieherin die Rolle der ergänzenden Pflegekraft (Hauptpflege liegt bei den Eltern) einnimmt ist ein intensiver Austausch mit den Eltern wichtig, um auch die Sauberkeitserziehung zu unterstützen.

 

 

Raumgestaltung:

 

Der Pflegeort sollte die Intimsphäre des Kindes gewährleisten. Außerdem müssen alle Materialien zur Pflege ausreichend zu Verfügung stehen, damit die Erzieherin ihre volle Aufmerksamkeit dem Kind widmen kann.

 

 

Pädagogisches Angebot:

 

Während der Pflegezeit wird möglichst eine 1:1 Betreuung angestrebt. Diese wird gewährleistet, bis das Kind die Aufgaben selbständig übernehmen kann.

 

 

Aufgabe der Eltern:

 

Da die Hauptpflegearbeit bei den Eltern liegt, ist ein offener, vertrauensvoller Informationsaustausch mit der Bezugserzieherin sehr wichtig. Dies ermöglicht die einzelnen Entwicklungsschritte des Kindes im Bereich der Pflege zu fördern und zur Selbständigkeit zu erziehen. Die Aufgabe der Eltern ist es, ausreichen Wickelmaterialien und Ersatzkleidung der Einrichtung zur Verfügung zu stellen.

 

Freie Bewegungsentwicklung

 

Freie Bewegungsentwicklung bedeutet, dass das Kind lernt, sich selbständig zu beschäftigen, an etwas Interesse zu finden, zu probieren, zu experimentieren. Es lernt, Schwierigkeiten zu überwinden, die Freude und die Zufriedenheit kennen, die der Erfolg – das Resultat seiner geduldigen, selbständigen Ausdauer – für ihn bedeutet. (Pikler, 1982, S35)

 

 

Rolle des Kindes:

 

Das Kind soll verschiedene Bewegungsarten von allein entdecken können. Dabei gewinnt es an Selbstvertrauen fühlt sich sicher in seinen Bewegungsabläufen und ist motiviert neue Arten der Bewegung intuitiv auszuprobieren.

 

 

Aufgabe des Erziehers

 

Den Kindern die Freiheit geben, ihre eigene Motorik im eigenen Rhythmus  und aus eigener Kraft entwickeln zu können. Sie dabei intensiv beobachten, für die Kinder präsent sein und individuell auf die Bedürfnisse jedes einzelnen eingehen und reagieren.

 

 

Raumgestaltung:

 

Der Raum ist so gestaltet, dass dem Kind verschiedene Objekte und Materialien zu Verfügung stehen die zur eigenen Aktivität anregen, altersentsprechend sind und dennoch das Kind zu weiteren Entwicklungsschritten herausfordert.

 

 

Pädagogisches Angebot:

 

Um dem Kind die Welt zu öffnen, bedarf es einer bewussten Sorgfalt bei der Auswahl der Angebote. Dabei orientiert sich das Angebot an den aktuellen Gruppenansprüchen und ist daher sehr wandelbar.

 

 

Aufgabe der Eltern:

 

Gutgemeinte Unterstützungsangebote und Perfektionismus hindern die eigenständige Entwicklung des Kindes. Vertrauen und die Freiheit verschiedene Bewegungsarten zu erproben führt beim Kind zu einem befriedigenden Selbstbewusstsein und zu einem hohen Maß an Selbständigkeit. Dadurch fühlen sich die Kinder im Alltag absolut sicher. Unterstützen sie ihr nur, wenn es ausdrücklich gewünscht oder nötig ist.

 

Freispiel

 

Zeit und Raum zur freien Entwicklung. Die Präsenz der Bezugserzieherin vermittelt Sicherheit, die Bedürfnisse des Kindes werden gestillt, die Umgebung ist vorbereitet und der Alltag bekommt Struktur. In diesem Umfeld können sich die Kinder öffnen und sich ganz der „Welterforschung“ widmen.

 

 

Rolle des Kindes:

 

Kinder folgen ihrem eigenen, inneren Entwicklungsplan. Im Freispiel haben sie die Möglichkeit konkurenzfrei und unbelastet die Dinge zu tun zu denen sie in ihrer Entwicklung bereit sind. Alles was das Kind selbst erspielt bez. erarbeitet in voller Konzentration und Hingabe führt zu mehr Selbstvertrauen und lässt das Kind „reifen und wachsen“

 

 

Aufgabe des Erziehers

 

Wichtigste Aufgabe ist es, dem Kind Zeit und Vertrauen entgegenzubringen und emotional Kontakt halten. Nicht drängen oder belehren, nicht unterbrechen oder Lösungen vorschlagen. Durch Beobachten die Umgebung so zu gestalten, dass das Kind selbständig experimentieren und entdecken kann, damit die Bedürfnisse des Kindes gestillt werden können. Wenn nötig oder gewünscht, lässt sie auch einzelnen Impulse einfließen. „Ich bin da, wenn du mich brauchst“.

 

 

Raumgestaltung:

 

Für die kindliche Entwicklung geeignetes Spielzeug ist einfach und „offen“. Es bietet viele Möglichkeiten zum Verwandeln, Experimentieren, Improvisieren und Erfinden. Es funktioniert nicht von selbst und ist sehr variabel einsetzbar. Die Raumgestaltung orientiert sich an den Interessen der Kinder, wirkt anregend, bietet Herausforderungen und eine vertrauensvolle Atmosphäre. Weniger ist oft mehr!

 

 

Pädagogisches Angebot:

 

Eine bewusste, vorbereitete Umgebung anbieten. Durch die stetige Präsenz die Kinder beobachten, begleiten und wenn nötig unterstützen.

 

 

Aufgabe der Eltern:

 

Regelmäßiger Austausch mit der Bezugserzieherin um dem Kind eine zeitlassende, individuelle Entwicklung im altersentsprechenden Rahmen zu ermöglichen.

Beständiger/ Strukturierter Tagesablauf

 

Ein klar strukturierter, ritualisierter Tagesablauf, klare Grenzen und Erwartungen geben dem Kind ein großes Maß an Sicherheit. Regelmäßige Abläufe die immer wiederkehren, bilden kleine und große Übergänge im Alltag und schaffen die Möglichkeit sich zu orientieren. Innerhalb dieses Prozesses gelangen die Kinder immer mehr zur Selbständigkeit.

 

 

Rolle des Kindes:

 

Wenn das Kind offen und neugierig der neuen Umgebung gegenübersteht, lernt es die Rituale, Regeln und Grenzen kennen und kann seine eigenen Erfahrungen sammeln. Es wird sich in den Tagesablauf einleben und ihn annehmen.

 

 

Aufgabe des Erziehers

 

Die Aufgabe der Erzieherin ist es darauf zu achten das die Grenzen fäir und die Erwartungen realistisch sind. Das konsequente, pädagogische Handeln erfordert viel Zeit und Geduld. Dabei wird der individuelle Rhythmus eines jeden Kindes im Auge behalten.

 

 

Raumgestaltung:

 

Die Gestaltung des Raumes, auch in Bezug auf Regeln und Signale, regt alle Sinne bei den Kindern an. Somit werden alle Lerntypen angesprochen.

 

 

Pädagogisches Angebot:

 

Pädagogische Angebote und Materialauswahl orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und sind altersentsprechend. Sie sind fester Bestandteil im Tagesablauf und somit auch ein festes Ritual.

 

 

Aufgabe der Eltern:

 

Der regelmäßige Besuch der Einrichtung mit geregelten Bring- und Abholzeiten geben dem Kind eine große Sicherheit zur Bewältigung seines Alltags. Ein individuelles, konsequentes Handeln in Absprach mit dem Kind und der Erzieherin erleichtert dem Kind sich in der neuen Umgebung einzuleben. Dafür bedarf es auch ein hohes Maß an Zeit, Geduld und Liebe von Seiten der Erwachsenen.

 

 

Ausgliederung der Miniminis ins offene Konzept

 

Grundvorrausetzung der Ausgliederung:

 

Das Kind besitzt Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen und kann sich bemerkbar machen. Oder die Altersgrenze ist erreicht (kommt zu den Minis). Ab Januar steht dieser Prozess verstärkt im Mittelpunkt.

 

Patenschaften

Bedeutung Patenschaft:

Der Pate soll freiwillig bereit sein, Verantwortung für den Minimini zu übernehmen. Sie haben die Aufgabe, ihr Patenkind in diesem Entwicklungsschritt der Ausgliederung zu unterstützen und ihn persönlich zu begleiten.

Patenschaftsarbeit:

 

Schulanfänger /Mittlere bekommen eine Einführung in die Aufgaben eines Paten

 

Patenschaftsurkunde:

 

Zum Abschluss der gelungenen Patenschaft wird eine Urkunde erstellt.

 

Aufgabe der neuen Bezugserzieherin:

 

Die Erzieherin zeigt Präsenz während die Paten den Minimini betreuen.

Sie hilft bei der Einführung der Regeln in den verschiedenen Spielbereichen.

 

Altersspezifischer Kreis:

 

Die neue Bezugserzieherin ist ab Juli im Altersspezifischen Kreis mit dabei um einen fließenden Übergang zu ermöglichen.

 

Elternarbeit

 

Informationen für die Eltern:

 

Welche Kinder werden ausgegliedert (Aushang im Flur)

Wir sind ausgegliedert (Aushang im Flur)

Neue Bezugserzieherin (Aushang im Flur)

Infobrief für Eltern

Gemeinsames Elterngespräch beim 3. Geburtstag an dem Eltern, Miniminierzieherin und neue Bezugserzieherin teilnehmen um den Übergang vertrauensvoll zu gestalten.

 

 

Prozessschritte

Vom Anmelden bis zum abschließenden Eingewöhnungselterngespräch

 

 

Anmeldung

 

Anmeldung während der Anmeldewoche im Frühjahr und während des gesamten Kindergartenjahres

 

 

Abholtermin der Unterlagen

 

Der Termin wird von der Einrichtung mit der Familie telefonisch abgesprochen.

 

 

Aufnahmegespräch

 

Dieses Gespräch findet ca. 4 Wochen vor Kindergarteneintritt statt. Termin wird mit den Eltern festgelegt.

 

 

Eingewöhnungsphase

 

Die Eingewöhnungsphase wird individuell auf das Kind und die Familie abgestimmt.

 

 

Gespräch nach Eingewöhnungszeit

 

Das Eingewöhnungsgespräch zwischen Familie und Bezugserzieherin findet ca. 8 -12 Wochen nach Kindergartenstart statt. Dabei wird die Eingewöhnung gemeinsam von den Eltern und der Bezugserzieherin reflektiert und neue Entwicklungsziele festgelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufnahmebogen für den Kindergarten:

 

Bitte am ersten Kindergartentag mitbringen, damit wir den Bogen dann gemeinsam durchgehen, und evtl. noch offene Fragen klären können.

 

 

  1. Name des Kindes:

 

 

 

 

  1. Wie verliefen die Schwangerschaft und die Geburt?

 

 

 

 

 

 

  1. Gab es längere Krankenhausaufenthalte?

 

 

 

 

 

 

 

  1. Ist in der Entwicklung des Kindes etwas besonders aufgefallen? Hat ihr Kind eine Allergie oder Unverträglichkeit?

 

 

 

 

 

 

 

  1. Wie selbständig ist ihr Kind im Bereich Essen und Anziehen? Kann ihr Kind schon alleine aufs WC gehen, oder braucht es noch Hilfe? z.B. beim Hose auf und zu machen usw.

 

 

 

 

 

 

 

  1. Welche Erwartungen oder Fragen bringen sie als Eltern bezüglich des Kindergartens mit?

 

 

 

 

 

  1. Zusätzliche Informationen die sie uns mitteilen möchten über das Kind und die Familiensituation?

 

 

 

 

 

  1. Wie beschreiben sie die charakterlichen Züge ihres Kindes? Was mag ihr Kind gar nicht? z.B. auf den Schoß genommen zu werde.

 

 

 

 

 

  1. Wie reagiert es auf Trennung? War es zeitweise schon getrennt von den Eltern? (z.B. bei den Großeltern etc.?) Mit welchem Spielzeug lässt sich ihr Kind besonders gut beruhigen und ablenken (Lieblingsspielzeug) Hat ihr Kind ein Kuscheltier, das ihm den Abschied von der Mama erleichtern kann?

 

 

 

 

 

 

  1. Wer sind die Bezugspersonen des Kindes?

 

 

 

 

 

  1. Kennt es bereits Kindergartenkinder?

 

 

 

 

 

Vielen Dank

Tipps für Eltern

Das Wichtigste ist, dass Ihre Entscheidung für die Kinderbetreuung im Kindergarten eine klare ist. Eventuelle Zweifel kann ihr Kind spüren. Fehlendes Vertrauen in die Betreuungsperson überträgt sich ebenso. Das führt zu dessen Verunsicherung und erschwert den Übergang in das neue Umfeld. Insgesamt sollte dieser sanft und überlegt vonstattengehen. Und die Bedürfnisse aller Beteiligten – auch Ihre und die der Erzieherin – mit einschließen.

Während der ersten Besuche können Sie sich mit ihrem Kind an den Rand der Gruppe setzten und das Geschehen beobachte, aktiv mit ihrem Kind spielen und Kontakt zu anderen Kindern und Kleingruppen aufnehmen. Geben sie Ihrem Kind aber gleichzeitig auch die Möglichkeit, sich jederzeit zu lösen und wieder zu Ihnen zurückzukehren.

Während der Eingewöhnungsphase sollte ihr Kind regelmäßig in den Kindergarten kommen. Sollte ihr Kind krank werden, beginnt die Eingewöhnungsphase wieder von vorne.

Nehmen sie sich bitte Zeit um ihr Kind in den Kindergarten einzugewöhnen.

Im Anschluss an jeden Eingewöhnungstag findet ein kurzes Reflexionsgespräch statt. Ebenso werden die folgenden Tage besprochen.

·         Wie gestalten wir das Abschiedsritual?

·         Wie wird der Übergang vom aktiven Mitspielen und dem langsamen Rückzug der Bezugsperson gestaltet?

·         Der Zeitraum wird festgelegt wie lange das Kind alleine im Kindergarten bleibt.

·         Offene Fragen werden beantwortet.

 

Da jedes Kind ganz individuell und unterschiedlich ist, muss auch die Eingewöhnung individuell auf ihr Kind abgestimmt werden. Daher ist es uns wichtig, immer im direkten Kontakt mit Ihnen zu stehen. Nach ca. 6- 8 Wochen führen wir mit den Eltern ein Eingewöhnungsgespräch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Aufsichtspflicht: Für die Kindergartenzeit stehen Ihre Kinder unter unserer Aufsicht. Unsere Aufsichtspflicht beginnt, wenn sie Ihr Kind bei uns Erzieherinnen direkt abgeben und endet, wenn sie im Kindergarten sind und Ihr Kind wahrgenommen haben.

Für den Weg zum Kindergarten und nach Hause sind Sie als Eltern verantwortlich.

            Angebote: Regelmäßige Aktionen und Angebote finden gruppenübergreifend und oft altersspezifisch statt.

Alleine nach Hause gehen: Kindergartenkinder dürfen während ihrer gesamten Kindergartenzeit nicht alleine nach Hause laufen. Geschwisterkinder oder andere, die in ihrem Namen ihr Kind abholen dürfen, müssen mindestens 12 Jahre alt sein.

            Alleine draußen spielen: Wenn ihr Kind zu den Schulanfänger gehört, darf es mit unserem Einverständnis und einer Unterschrift von ihnen, alleine auf dem Außengelände spielen.

 

  Bezugspersonen: Jedes Kind hat in seiner Gruppe ein bis zwei Bezugspersonen.

Unser Team besteht aus: Heidi Noack, Stefanie Benz, Nicole Baier,

                                         Rita Schmid, Christine Thimm und Iris Ortlib

Die jeweilige Erzieherin steht Ihnen als Ansprechpartner bei Fragen gerne zur Verfügung.

 

 

 


   Eingewöhnungskonzept: Damit der Anfang im Kindergarten möglichst gut läuft, haben Sie die Möglichkeit Ihr Kind die ersten Tage im Kindergarten zu begleiten und die Erzieherinnen und das Haus besser kennen zu lernen. Im Anschluss an die Eingewöhnungsphase  erfolgt ein Elterngespräch.

         Elterngespräche: An jedem Geburtstag Ihres Kindes wird ein Elterngespräch geführt, um gemeinsam über die bisherige Entwicklung im Kindergarten zu sprechen. Gerne führen wir auch Gespräche bei Fragen, Anregungen und bei anderen Anliegen.

            Erziehung: Die Erziehung die wir im Kindergarten verwirklichen wollen, versteht sich als ergänzend mit der Erziehung im Elternhaus. Es ist uns deshalb sehr wichtig mit den Eltern zusammenzuarbeiten.

            Elternarbeit: Die sogenannte Elternarbeit ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Der Kontakt zu den Kindergarteneltern und das Wissen um die häusliche Situation helfen uns dabei, die Kinder kennen und verstehen zu lernen. Durch unsere Veranstaltungen im Kindergarten bieten sich viele Möglichkeiten zum Gespräch und zum Kennenlernen. Sollten Sie Fragen haben und nicht persönlich kommen können, rufen Sie uns einfach an. Wir wünschen uns im Interesse Ihrer Kinder eine gute und anregende Zusammenarbeit.

 

Freispiel: Als Freispiel bezeichnen wir im Kindergartentagesablauf Spielphasen, in denen das Kind frei entscheidet, mit wem, was, wo und wie lange es sich mit etwas beschäftigen möchte.

Dies ist für die Kinder und uns Erzieher ein ganz wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Der Erzieher beobachtet die Kinder und gibt ihnen aufgrund seiner Beobachtungen Anregungen für das Spiel, entsprechend der Bedürfnisse und dem Entwicklungsstand der Kinder. In der Freispielphase werden die Kinder dazu angeregt, Eigeninitiative zu entwickeln und sich in Selbstständigkeit zu üben. Die Kinder haben Gelegenheit, Erlebnisse in verschiedenen Spielformen zu verarbeiten und zu vertiefen.

       Fahrräder/Fahrzeuge: Bitte parken sie das von zu Hause mitgebrachte Fahrrad, Roller, Laufrad, Dreirad etc. außerhalb des Tores in dem Fahrradständer am Fahrradparkplatz. Wir übernehmen keine Haftung für die mitgebrachten Fahrzeuge.     

 

  Geburtstag: Wird am Ende des Monats mit allen Kindern die in diesem Monat Geburtstag haben gefeiert. Die Kinder wählen ein Geburtstags-Essen aus dieses wird vom Kindergarten organisiert und serviert. An diesem Tag gibt es eine gemeinsame Feier mit allen Kindern im Saal und es wird immer ein Kasperlestück für die Kinder gespielt.

 

Handtücher: Jedes Kind braucht zwei kleine Gästehandtücher ( mit aufgesticktem Namen) für den Waschraum, die von uns regelmäßig gewechselt werden. Jeden Freitag bekommen dann eine Familie die jeweiligen Handtücher zum Waschen mit nach Hause ( in der Regel ein bis zwei mal im Jahr).

            Hausschuhe : Bitte geben Sie Ihrem Kind statt Hausschuhen ein paar Turnschleppchen oder Hausschuhsocken mit, da sich die Kinder oft im Bewegungsraum aufhalten und daher unbedingt rutschfeste Turnschleppchen benötigen. Bitte versehen sie diese mit Namen.

 

       Informationen: Im Flur dokumentieren wir Ihnen immer, was momentan im Kindergarten gemacht wird. Ganz aktuelle Informationen finden Sie in der Kindergartenzeitung oder an Aushängen direkt an der Eingangstüre.

 

      Jahreszeitengerechte Kleidung: Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Kind witterungsgerecht gekleidet ist, das heißt im Sommer: eingecremt, Kopfbedeckung und je nach Wetter Badekleidung mitbringen; im Winter: Mütze, Schal, Handschuhe und Schneeanzug. Bei Regen eine Matschhose.

Bitte achten Sie auch darauf, dass sie Ihrem Kind Kleidung anziehen, die schmutzig werden darf, damit ihr Kind sowohl drinnen als auch draußen uneingeschränkt spielen kann.

 

  Kindergartenzeitung: (Elterninformation) Damit Sie immer auf dem Laufenden sind, geben wir alle zwei Monate eine Kindergartenzeitung heraus.

            Krankheit: Bitte benachrichtigen Sie uns baldmöglichst, wenn Ihr Kind krank ist. Besonders wichtig ist dies bei ansteckenden Krankheiten. Meldepflichtige Krankheiten müssen uns umgehend mitgeteilt werden.

 

 Morgenkreis und Abschlusskreis: Montags starten wir mit einem gemeinsamen  Morgenkreis, bei dem wir singen oder tanzen und den Kindern erklären, was für Aktionen stattfinden. Freitags beenden wir gemeinsam die Woche in einem Abschlusskreis.

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag finden altersspezifische Angebote statt.

          Montagsaktionen:   -

          1.Montag im Monat findet der Wandertag statt.

          2.Montag im Monat: alterspezifische Gruppen besuchen die Bücherei.

          3. Montag im Monat: gesundes Frühstück

          Letzter Montag im Monat: Gesamtgeburtstag

 


  Offene Gruppen: Jedes Kind hat die Möglichkeit sich frei im Kindergarten zu bewegen und alle Bildungsinseln in Anspruch zu nehmen. Bevor jedoch ein Raum verlassen wird, muss jedes Kind der entsprechenden Erzieherin Bescheid geben und sein Bild an der Magnettafel da hinhängen wo es hingeht. So sehen die Erzieherinnen und die Kinder wo und wie viele Kinder sich in den jeweiligen Räumen befinden. Die gilt für die Miniminis erst nach der Ausgliederung.

    Probleme: Wenn Probleme auftauchen, die Ihr Kind, Sie selbst, uns Erzieherinnen oder die Kindergartenarbeit betreffen, wenden Sie sich bitte direkt an uns – sicher lässt sich eine Lösung finden.

            Parken: Bitte parken sie nur auf der Seite des Kindergartens, damit sie den landwirtschaftlichen Verkehr unserer Nachbarn nicht behindern. Es muss immer eine Zufahrt zum Kindergarten frei sein, damit im Notfall Rettungsfahrzeuge gut zu uns gelangen. Bitte parken Sie auch so auf der Straße, dass Kinder und Kinderwägen problemlos auf dem Gehweg zum Kindergarten kommen. Vielen Dank.

 


Spielzeug von zu Hause: Manche Kinder benötigen die erste Zeit im Kindergarten einen Gegenstand von zu Hause, um sich im Kindergarten wohl zu fühlen. Dies ist natürlich auch immer erlaubt, wobei der Kindergarten keine Verantwortung für kaputtes oder verlorenes Spielzeug übernimmt. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Kind darüber.

Elektronisches Spielzeug, wie Computerspiele oder Gameboys sind im Kindergarten verboten.

          Symbol: Jedes Kind hat das gleiche Kindergartensymbol am Sitzplatz, der Hausschuhtasche und im Waschraum.

 

   Turnen: findet in den Altersgruppen statt.

 

  Ummelden: Wenn Sie vorhaben, Ihr Kind von halbtags auf ganztags oder anders herum umzumelden, dann sollten Sie sich mindestens 1,5 Monate vorher bei einer Erzieherin melden, damit wir Ihr Kind rechtzeitig bei der Stadt ummelden können.

 

Vesper: Bitte geben Sie Ihrem Kind ein beschriftetes Täschchen mit ausgewogenem Vesper mit (Vesperdosen bitte ebenfalls beschriften). Als Getränke stehen Ihrem Kind im Kindergarten Tee, Wasser und Apfelsaftschorle zur Verfügung.

 

Wandertag: findet am ersten Montag im Monat statt. Bitte geben sie Ihrem Kind an diesem Tag wettergerechte Kleidung mit

         Windelkinder: Im Kindergarten werden alle Windelkinder täglich gewickelt. Deshalb sollten Sie Ihrem Kind Windeln, Feuchttücher und Ersatzkleidung mitgeben.

 

 


   Zeiten:            Halbtags: 7.45 – 12.15 Uhr

                                    Bring- und Abholzeit: 7.45 – 9.00 Uhr und 11.45 – 12.15 Uhr

 

                                   Ganztags: 7.30 – 2.45, Fr. bis 13.00 Uhr

                                   Mo.und Mit. 14.00 – 17.00 Uhr

                                   Bring- und Abholzeit:  7.30 –  9.00 Uhr und 11.45 – 12.45 Uhr

                                                                      14.00 – 14.30 Uhr und 16.45 – 17.00 Uhr

 

 

Wir hoffen Ihnen durch dieses kleine Kindergarten ABC den Einstieg etwas erleichtern zu

können und wünschen eine gute Zusammenarbeit für die kommenden Kindergartenjahre

Ihr Kindergartenteam des Kindergarten Pfohren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steckbrief von zu Hause                   Datum:

 

Ich heiße…

 

Ich wohne in…

 

Ich habe…… Geschwister

 

Meine Freunde sind…

 

Mein Papa arbeitet…

 

Meine Mama arbeitet…

 

Am liebsten zu Hause spiele ich …

 

 

Ganz besonders gut kann ich …

 

 

Was ich über den Kindergarten erzählt habe:

 

 

 

 

 

 

 

Interesse an Mitarbeit im Kindergarten

 

Folgende Eltern – Kind – Aktionen finden im Kindergarten statt:

 

Mitmachaktion:

 

Als Eltern besteht immer wieder die Möglichkeit an altersspezifischen Aktionen teilzunehmen. Termine und Teilnehmerlisten hängen dann an den jeweiligen Altersgruppenpinnwänden aus.

 

Offene Werkstatt:

 

Innerhalb verschiedener Angebote haben die Eltern die Möglichkeit das Erzieherteam zu unterstützen. Anmeldelisten hängen dann an der Elternpinnwand im Flur aus.

Patenschaften:

Eltern oder Elterngruppen die unabhängig vom Tagesprogramm den Kindern etwas anbieten wollen können sich gerne beim Erzieherteam melden.

 

Da wir gerne auf Ihre Kompetenzen zurückgreifen, können Sie freiwillig folgender Fragebogen ausfüllen:

 

 

Name des Kindes:

 

Name der Eltern:

 

In welchen Bereichen des Kindergartens können Sie sich Mitarbeit vorstellen:

Bitte ankreuzen

 

0 Handwerkliches

0 Begleitung

   Ausflüge

0 Computer

0 Fest/ Feiern

0 Betreuung      

   Internetseite

0 Gartenarbeit

 

 

Ich/ wir haben Interesse an folgenden Bereichen ein Angebot zu machen:

Bitte ankreuzen

 

0 Kreatives Gestalten

0 Sprache

0 Musik

0 Andere Kulturen

0 Sport

0 Garten

0 Vorlesen

0 Experimente

 

 

 

 

Verschwiegenheitserklärung

 

 

Name des Erklärenden:      _________________________________

 

Anschrift des Erklärenden: _________________________________

 

                                          __________________________________

 

Ich bin darüber informiert, dass ich über die im Rahmen meiner Mitwirkung bei der Eingewöhnung meines Kindes in der Tageseinrichtung und sämtlichen Aktionen für Kinder bekannt gewordenen Vorgänge und Unterlagen Stillschweigen gegenüber Dritten zu bewahren habe.

 

Dies umfasst sämtliche Informationen über Belange der Einrichtung, der Mitarbeitenden und auch der Kinder, Eltern, Sorgeberechtigten, Besucher etc.. Dies gilt selbstverständlich auch für personenbezogene Daten im Sinne des Datenschutzrechts.

 

Vertraulichkeit besagt, dass Informationen weder mündlich noch schriftlich weitergegeben werden oder anderweitig zugänglich gemacht werden dürfen.

 

Die Pflicht zu Verschwiegenheit besteht auch gegenüber meinen Familienangehörigen.

 

Die Pflicht zur Verschwiegenheit bleibt auch nach Beendigung der Mitwirkung bestehen.

 

 

________________________________

Ort, Datum

 

________________________________

Unterschrift

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Belehrung für Eltern und sonstige Sorgeberechtigte gem.

§ 34 Abs. 5 Satz 2 Infektionsschutzgesetz ( IfSG)

 

Wenn Ihr Kind eine ansteckende Erkrankung hat und dann die Schule, Kindergarten oder eine andere Gemeinschaftseinrichtungen besucht, kann es andere Kinder, Lehrer, Erzieher oder Betreuer anstecken. Gerade Säuglinge und Kinder sind während einer Infektionskrankheit abwehrgeschwächt und können sich dort noch Folgeerkrankungen (mit Komplikationen) zuziehen.

Um dies zu verhindern, möchten wir Sie mit diesem Merkblatt über Ihre Pflichten, Verhal-tensweisen und das übliche Vorgehen unterrichten, wie es das Infektionsschutzgesetz vor-sieht.

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) bestimmt, dass Ihr Kind nicht in die Schule oder andere Gemeinschaftseinrichtungen gehen darf, wenn

1. es an einer schweren Infektion erkrankt ist, die durch geringe Erregermengen verursacht wird. Dazu gehören Diphtherie, Cholera, Typhus, Tuberkulose und durch EHEC-Bakterien verursachter Brechdurchfall sowie die bakterielle Ruhr. Alle diese Krankheiten kommen bei uns in der Regel nur als Einzelfälle vor (außerdem nennt das Gesetz noch virusbedingte hämorrhagische Fieber, Pest und Kinderlähmung, es ist aber höchst unwahrscheinlich, dass diese Krankheitserreger nach Deutschland mitgebracht und hier weiter übertragen werden);

 

2. eine Infektionskrankheit vorliegt, die in Einzelfällen schwer und kompliziert verläuft bzw. verlaufen kann, dies sind Keuchhusten, Masern, Mumps, Scharlach, Windpocken, Hirnhautentzündung durch Haemophilus influenzae b-Bakterien, Meningokokken Infektionen, ansteckende Borkenflechte, Hepatitis (infektiöse Gelbsucht) A und E (E ist bei uns ebenfalls nicht verbreitet, kann aber aus dem Urlaub mitgebracht werden);

 

3. es unter Kopflaus- oder Krätzmilbenbefall leidet;

 

4. es vor Vollendung des 6. Lebensjahres an einer infektiösen Magen-Darm-Erkrankung er-krankt ist oder ein entsprechender Verdacht besteht.

 

Die Übertragungswege der aufgezählten Erkrankungen sind unterschiedlich.

Viele Brechdurchfälle und Hepatitis A und E kommen durch Schmierinfektionen zustande oder es handelt sich um sogenannte Lebensmittelinfektionen. Die Übertragung auf andere Menschen erfolgt dabei durch mangelnde Händehygiene bzw. durch verunreinigte Lebensmittel, nur selten über Gegenstände (Handtücher, Möbel, Spielsachen). Durch Tröpfchen werden z.B. Masern, Mumps, Windpocken und Keuchhusten übertragen. Die Verbreitung von Krätzmilben, Läusen sowie der ansteckenden Borkenflechte erfolgt über Haar- und Hautkontakte.

Dies erklärt, dass in Gemeinschaftseinrichtungen besonders günstige Bedingungen für eine Übertragung der genannten Krankheiten bestehen. Wir bitten Sie deshalb, bei folgenden Krankheitszeichen erst den Rat Ihres Haus- oder Kinderarztes in Anspruch zu nehmen, bevor Sie Ihr Kind in die Kindereinrichtung bringen:

o hohes Fieber

o auffallende Müdigkeit

o wiederholtes Erbrechen, Durchfälle länger als einen Tag

o abnormer Husten

o Halsschmerzen mit auffallendem Mundgeruch

o Läusebefall

 

Ihr Haus- oder Kinderarzt wird Ihnen, bei entsprechendem Krankheitsverdacht oder wenn die Diagnose gestellt werden konnte, darüber Auskunft geben, ob Ihr Kind eine Erkrankung hat, die einen Besuch der Gemeinschaftseinrichtung nach dem Infektionsschutzgesetz verbietet.

Muss ein Kind zu Hause bleiben oder sogar im Krankenhaus behandelt werden, benachrichtigen Sie die Einrichtung, welche Ihr Kind gewöhnlich besucht, bitte unverzüglich und teilen Sie ihr bei einer der unter Nr. 1 bis 4 genannten Krankheiten auch die Diagnose mit, damit diese zusammen mit uns alle notwendigen Maßnahmen ergreifen können, um einer Weiterverbreitung der Infektionskrankheit vorzubeugen.

Viele Infektionskrankheiten haben gemeinsam, dass eine Ansteckung schon z.B. über Tröpfchen beim Reden möglich ist, bevor typische Krankheitssymptome auftreten. Dies bedeutet, dass Ihr Kind bereits Spielkameraden, Mitschüler oder Personal angesteckt haben kann, wenn es mit den ersten Krankheitszeichen zu Hause bleiben muss. In einem solchen Fall werden die Eltern der übrigen Kinder anonym über das Vorliegen einer ansteckenden Krankheit informieren.

Manchmal nehmen Kinder oder Erwachsene nur Erreger auf, ohne zu erkranken. Auch werden in einigen Fällen Erreger nach durchgemachter Erkrankung noch längere Zeit mit dem Stuhl ausgeschieden. Dadurch besteht die Gefahr einer Ansteckung der Spielkameraden, Mitschüler oder des Personals. Im Infektionsschutzgesetz ist deshalb vorgesehen, dass die „Ausscheider“ von Cholera-, Diphtherie-, EHEC-, Typhus-, Paratyphus- und Shigellenruhr- Bakterien nur mit Genehmigung und nach Belehrung des Gesundheitsamtes wieder in eine Gemeinschaftseinrichtung gehen dürfen.

Auch wenn bei Ihnen zu Hause jemand an einer schweren oder hochansteckenden Infektions-krankheit leidet, können weitere Mitglieder des Haushaltes diese Krankheitserreger schon aufgenommen haben und dann ausscheiden, ohne selbst erkrankt zu sein. Auch in diesem Fall muss Ihr Kind zu Hause bleiben.

Auch in diesen beiden genannten Fällen müssen Sie die Gemeinschaftseinrichtung benachrichtigen.

Gegen Diphtherie, Masern, Mumps, (Röteln), Kinderlähmung, (Typhus) und Hepatitis A stehen Schutzimpfungen zur Verfügung. Liegt dadurch ein Schutz vor, kann das Gesundheitsamt in Einzelfällen das Besuchsverbot sofort aufheben. Bitte bedenken Sie, dass ein optimaler Impfschutz jedem Einzelnen sowie der Allgemeinheit dient

 

 

 

Hygiene-Tipps für's kranke Kind zu Hause

 

Fakt ist; Privathaushalte sind mit 53 % der häufigste Ausgangsort für

epidemiologisch bedeutsame Ausbrüche von Infektionskrankheiten

 

Rechtliches:

 

Wann muss mein Kind zu Hause bleiben?

 

Kinder unter 6 Jahren dürfen nicht in den Kindergarten, wenn sie einen

Magen-Darm-Infekt mit Durchfall haben.

Generell dürfen Kinder nicht in den Kindergarten oder die Schule geschickt werden, wenn sie eine ansteckende, meldepflichtige Krankheit haben, denn sonst können schnell auch andere Personen krank werden. Die häufigsten meldepflichtigen Krankheiten haben wir am Ende dieses Informationsflyers zusammengestellt.

 

Und was machen berufstätige Eltern?

 

Eltern kranker Kinder dürfen zu Hause bleiben, ohne Urlaub zu nehmen, wenn keine andere im Haushalt lebende Person, etwa die 0ma, die Betreuung übernehmen kann und das Kind nicht älter ist als 12 Jahre. Jedes Elternteil hat für die Betreuung kranker Kinder einen Anspruch auf 10 freie Arbeitstage im Jahr. Alleinerziehende können bis zu 20 Tage pro Kind frei nehmen. Bei mehr als zwei Kindern ist der Gesamtanspruch auf 25 beziehungsweise

50 Tage für Alleinerziehende begrenzt.

Eltern können für die Zeit, in der sie ihr Kind zu Hause betreuen, Krankentagegeld erhalten. Übernommen wird diese Leistung von den gesetzlichen Krankenkassen, und zwar in Höhe von 70 % des regelmäßigen Bruttoverdienstes. Voraussetzung: Ein Attest vom Arzt, aus dem hervorgeht, dass das Kind betreut werden muss. Private Kassen bezahlen das Tagegeld meistens nicht.

 

Wann sollte mein Kind zu Hause bleiben?

 

Wenn das Kind Fieber hat (> 38 5 "C im Mund oder.im Po gemessen), Durchfall bzw. Erbrechen oder starke Erkältungssymptome wie Husten, Ohrenschmerzen, Halsschmerzen und Schnupfen sollte es zu Hause bleiben.

Auch wenn eines oder beide Augen akut entzündet sind und gelbliche Absonderungen zu sehen sind, die auf eine Bindehautentzündung hindeuten, oder bei einem Ausschlag, der nicht aufgrund einer bekannten Allergie auftritt, ist es besser, das Kind zunächst zu Hause zu lassen und den Kinderarzt zu fragen.

Als Faustregel gilt, dass ein Kind mindestens einen Tag fieberfrei sein sollte, bevor es wieder in den Kindergarten oder die Schule geht. Es ist zu beachten, dass insbesondere Kinder, die Durchfall hatten, auch nachdem sie wieder gesund sind, die Krankheitserreger weiter ausscheiden können. Daher sollte man weiterhin auch in der Familie sehr sorgfältig auf das Händewasche n achten.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Gesundheitsamt Schwarzwald-Baar-Kreis

Abteilung Umweltmedizin und Infektionsschutz

Schwenninger Straße 2

78048 Villingen-Schwenningen

Tel.: 07721 913-7190

Fax: 07721 913-8918

E-Mail: gesundheitsamt@lrasbk.de

_________________________________________________________________________

 

Erklärung

 

Frau/Herr:

geb. am:

Straße/Hausnummer:

Postleitzahl/Ort:

 

Ich erkläre hiermit, dass ich gemäß § 34 Abs. 5 Satz 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG) über die gesundheitlichen Anforderungen und Mitwirkungspflichten nach § 34 IfSG aufgeklärt wurde, soweit sie meinen Sohn/meine Tochter

 

__________________________________________ betreffen.

 

 

 

Mir sind keine Tatsache bekannt, die jetzt für ein Besuchsverbot nach § 34 IfSG sprechen. Treten solche Tatsachen nach § 34 IfSG auf, bin ich verpflichtet, diese unverzüglich der Einrichtung mitzuteilen.

 

 

                                                                                                                                             

Ort/Datum                                                                           Unterschrift

 

 

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